Meldungen der Reychskantzlei

50 Jahre Paixhansliatische Arkeley

 

 

10. Herbstmanöver Paixhanlia an der Vechlapruggen

 

Hertzlicher Willekumm!

 

 

Samstag, 17.10.161 im Festsaal der Wirtschaftkammer OÖ

 

Am 10. Oktober 2019 jährte sich zum 160. Male die Gründung der Schlaraffia.
Der Wahlspruch der Vereinigung heißt „In arte voluptas“ (in der Kunst liegt das Vergnügen, oder Freude an der Kunst). Mitglied können Männer aller gesellschaftlichen Schichten, Religionen oder ethnischer Herkunft werden, ohne Ansehen von Person und Stellung. Im Rahmen eines schlaraffischen Ritterspiels kann jedes Mitglied die Anwesenden durch musikalische, dichterische, erzählerische Beiträge oder Vorträge erfreuen, unterhalten und dabei auch durch Heiterkeit
und harmlosen Scherz den profanen Alltag zu persiflieren. Oberstes Ziel ist die Pflege der Freundschaft. Themen aus Parteipolitik und Religion, geschäftliche Belange oder schlüpfrige Männerwitze sind absolut unerwünscht.
Ursprünglich waren nur Künstler Mitglieder, heute bilden die Mitglieder der Schlaraffia einen Querschnitt durch alle bürgerlichen und künstlerischen Berufe. Schlaraffisches Symbol für Weisheit, Humor und Tugend ist der Uhu. Dieser ist in der schlaraffischen Welt allgegenwärtig und taucht auch auf Medaillen und Abzeichen immer wieder auf.
Als Schlaraffia 1859 in Prag gegründet wurde, war die Stadt noch vollständig vom Deutschtum geprägt. Daraus hat sich auch abgeleitet, dass die Sprache in Schlaraffia Deutsch war und ist und zwar weltweit, schließlich gibt es schlaraffische Vereinigungen (Schlaraffenreyche) auf allen Kontinenten diese Erde.

Was ist nun eigentlich Schlaraffia?
Das Schlaraffentum ist nicht im materiellen Sinn gemeint, sondern im Geistigen: Schlaraffia  ist das Schlaraffenland des Geistes. Wobei mit Geist nicht wissenschaftliche Erörterungen gemeint sind (was aber niveauvolle Vorträge nicht ausschließt) sondern geistvolle, humorvolle Beiträge und die Pflege der musikalischen Künste. Oder nur zuhören können. Wobei der Grundsatz gilt:
Die Profis bewundern wir, den Amateuren gehört unser Herz!
Und so ergibt sich als Motto der Schlaraffia:
Freundschaft, Kunst und Humor.
Jedes Schlaraffenreych führt ein eigenes Wappen:
Für den Gesamtverein Allschlaraffia wurde das oben abgebildete Wappen mit den Farben blau gelb und im Schild mit einem Schalksnarrenkopf für Humor und einem Pokal für Geselligkeit gewählt.

Als zusammenfassende Erklärung für Schlaraffia noch einige Verszeilen, verfasst von einem ehemaligen Mitglied des Reyches Vindobona (Prof. Fritz Riha, Ritter Sketch) in Wien:

 

Sollte mich je ein Unwissender fragen:

 

Was macht ihr Schlaraffen?

 

Ich würde ihm sagen:

Wir sind Freunde, musisch meist, lachen gern über Spaß mit Geist, wir sitzen zusammen, es wird nicht geprahlt, wer mehr verdient, wer mehr bezahlt.

 

Es gilt nicht das Alter, nicht die Position, dafür mehr der Stil, der gute Ton. Alles Dinge, die in der heutigen Zeit registriert werden unter Vergangenheit. Wenn andre meinen, so was kann man nur träumen, sei ihnen gesagt, dass sie Vieles versäumen, wenn sie nicht, wie wir seit Jahren, der Welt zum Trotz, dies alles bewahren.


Franz Stelzhamer und die Paixhanslia

 

Am 14. 07. 2019 jährt sich zum 145. mal der Todestag des großen Heimatdichters Franz Stelzhamer. Ab etwa 1840 besuchte F. Stelzhamer häufig die Stadt an der Vechlapruggen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1874 hatte Stelzhamer eine sehr innige Beziehung zur Paixhanslia in Vöcklabruck, er wurde von dieser sehr verehrt und auch zum Ehrenmitglied ernannt.
Paixhanslia traf sich damals im Gasthaus zur Lucke, weshalb die Mitglieder der Paixhanslia auch Luckenbrüder genannt wurden. Mit dabei sehr häufig Franz Stelzhamer. Die Wirtin der Lucke, Frau Forsthuber, verwöhnte den Gast geradezu. Auch in seinem Stammlokal Gasthof Bauer wurde er umsorgt und umhegt. Es ist daher unwahrscheinlich (und auch nicht belegt), dass er den Spottvers „unt a Turm, obm a Turm und in der Mittn lauter Surm“ geschrieben hat, und wenn, dann hat er Surm in positiver Bedeutung und nicht als Spott gemeint: Er schreibt in seinem Gedicht „Königin Not“ über kreuzlustige Eichten voll Surm und Braus. Er verwendet also den Begriff Surm im Sinne von Lärm, Saus und Braus.
Er war ein Freund Vöcklabrucks und der Paixhanslia!
In der Paixhanslia gibt es sogar einen Surm-Orden.
Ein Surm ist daher (in paixhansliatischer Lesart) jemand, der bei den Zusammenkünften mit Humor, Witz und Geist, garniert mit leicht boshaften und sarkastischen Bemerkungen spontan auf Augenblicks-situationen reagiert, damit das Wortspiel in Schwung hält und dabei nie verletzend ist. Humor ist die Triebfeder des schlaraffischen Spiels.

VÖCKLABRUCK. Festliche und freudige Stimmung im Vereinslokal (Burg) der Schlaraffia Paixhanslia in Vöcklabruck. Anlass ist die 2000. schlaraffische Zusammenkunft (Sippung), die zugleich einen Zeitraum von 70 Jahren umspannt. Unter der Patronanz des Allschlaraffenrates Ritter Trotz-Dem aus dem hohen Reych Juvavia (Salzburg) begrüßt der Fungierende Rt Contra-Fey viele Schlaraffenfreunde in ihren bunten Rüstungen aus nah und fern. Überraschend, aber völlig verdient, erhielt Rt Emsig den Orden Für Nix und wieder Nix aus den Händen des ASR.

Die Festfolge war ein bunter Reigen: Geschichtlicher Rückblick, zahlreiche wertschätzende Grußbotschaften der Gastvereine (Reyche) und erlesene Musik vorgetragen von Schlaraffen auf Seufzerholz (Geige) und Clavicimbel (Klavier). Dazu viele humor-volle Fechsungen (Vorträge), die das ganze abrunden und diesem Fest die unverwechselbare schlaraffische Note voll Fröhlichkeit und Lebensfreude geben.

Fazit eines Teilnehmers nach viereinhalb Stunden Festsitzung: Die Schlaraffia ist schon etwas Einmaliges und durch nichts ersetzbar.

Die Bilder zeigen den beliebten Obmann der Paixhanslia (Rt Murxl) beim Festvortrag, das bunte Bild der Schlaraffenschar und der Thron der Paixhanslia mit Jubiläumstorte.

 

 

Originalbericht in der Vöcklabrucker Rundschau

 

Paixhanslia: Schwungrad der Lebensfreude

Wir haben  die Paixhanslia unter dem Titel "War Maximilian I der letzte Ritter in Vöcklabruck?" vorgestellt.

 

Heute wollen wir etwas mehr über uns erzählen.

Frohsinn und Humor waren in der Paixhanslia von Anfang an (seit 1855) das Schwungrad der Lebensfreude, die auch bedeutende Künstler anzog: Anton Bruckner und Franz Stelzhamer waren Ehrenmitglieder und der Schriftsteller Peter Rosegger (als Schlaraffe Ritter Heimgarten) war gerne zu Besuch da.

Seit 70 Jahren sind wir Schlaraffen, die es schon sein 1859 gibt. Rund 10.000 sind es derzeit weltweit, ihre Sprache ist überall deutsch. 

Die schlaraffische Welt ist die Kunst in ihrer bereichernden Vielfalt, der Humor in seiner entspannenden Heiterkeit und die Freundschaft, die alles zusammenhält. Und das alles als Ausgleich zum grauen Alltag – absolut politikfrei.

Unser Vereinslokal nennen wir Burg. Ein eindrucksvoller, ca 400 Jahre alter  Gewölbekeller am Stadtplatz, der das Ambiente einer mittelalterlichen Burg ausstrahlt. In der Mitte steht erhaben der Thron, der Sitz unserer 3 Oberschlaraffen, die hoheitsvoll mit spielerischem Ernst regieren. Die Wände zieren Ritterwappen und Gemälde, die Ritter und ihr Gefolge beim Einzug in Vöcklabruck zeigen. Und unser „Markenzeichen“ ein präparierter Uhu - offiziell: „Der symbolisch-humorvolle Inbegriff aller schlaraffischen Tugend  und Weisheit“ - überschaut alles von seinem Ehrenplatz aus.

Dort leben wir das Schlaraffenland des Geistes und des Herzens nach einem „Ceremoniale“, welches - wenn auch humorvoll - ritterlichem Brauch entspricht.

 

In einer der nächsten Ausgabe wollen wir Ihnen erzählen, was und wer Sie erwartet, wenn sie an einer "Sippung" teilnehmen.

Übrigens: Wir sind auch im Internet: www.schlaraffia paixhanslia (Wo Uhu zu Hause ist) Schauen Sie mal rein (dort finden sie auch eine Kontaktadresse), es gibt sicher noch viel Interessantes über die Paixhanslia und ihrer Geschichte zu lesen.

 

War Maximilian der I. der letzte Ritter in Vöcklabruck?

 

Kaiser Maximilian I, an den in Vöcklabruck die beiden Wappentürme erinnern, trägt den Beinamen "Der letzte Ritter."
Aber wussten Sie, dass es in Vöcklabruck auch heute noch Ritter gibt?
Und dass die auch "reyten" ? - nämlich ihr Steckenpferd: Kunst, Freundschaft und Humor.
Unsere kleine aber fröhliche Gemeinschaft haben Vöcklabrucker Bürger bereits vor mehr als 160 Jahren gegründet und sie Paixhanslia genannt.
Und seit fast 70 Jahren gehören wir dem Weltbund Schlaraffia an.
Ein richtiges Zuhause für alle Männer, die Humor und gute Laune schätzen. Ganz besonders wenn Sie angehender Pensionist sind: Diese humorvolle Freizeitgestaltung ist Balsam für Ihre Lebensqualität.
Wir treffen uns von Oktober bis April jeden Montag.
Wenn Sie uns in unserem Vereinslokal, Stadtplatz 22, das wir als Ritter natürlich Burg nennen, besuchen wollen, dann rufen Sie uns bitte an.
Unsere "Burgpforte" steht Ihnen offen und ein herzlicher "Willkomm" ist Ihnen gewiss.
Wir freuen uns auf Sie.
Ihren Anruf nehmen sehr gerne entgegen:
Friedrich Grundner, Obmann, TelNr.: 067761230853 oder
Herbert Sturm, Schriftführer, TelNr.: 07672 29843 oder 06647369209

Kantzlerambt

Rt Emsig

Tegetthoffstraße 21

A-4840 Vöcklabruck

315.emsig@aon.at

07672-29843

0664-736 920 94

Sippungstag:

Montag Glock 8 d. A..

Atzung ab Glock 7 d. A.