Meldungen der Reychskantzlei

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Franz Stelzhamer und die Paixhanslia

 

Am 14. 07. 2019 jährt sich zum 145. mal der Todestag des großen Heimatdichters Franz Stelzhamer. Ab etwa 1840 besuchte F. Stelzhamer häufig die Stadt an der Vechlapruggen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1874 hatte Stelzhamer eine sehr innige Beziehung zur Paixhanslia in Vöcklabruck, er wurde von dieser sehr verehrt und auch zum Ehrenmitglied ernannt.
Paixhanslia traf sich damals im Gasthaus zur Lucke, weshalb die Mitglieder der Paixhanslia auch Luckenbrüder genannt wurden. Mit dabei sehr häufig Franz Stelzhamer. Die Wirtin der Lucke, Frau Forsthuber, verwöhnte den Gast geradezu. Auch in seinem Stammlokal Gasthof Bauer wurde er umsorgt und umhegt. Es ist daher unwahrscheinlich (und auch nicht belegt), dass er den Spottvers „unt a Turm, obm a Turm und in der Mittn lauter Surm“ geschrieben hat, und wenn, dann hat er Surm in positiver Bedeutung und nicht als Spott gemeint: Er schreibt in seinem Gedicht „Königin Not“ über kreuzlustige Eichten voll Surm und Braus. Er verwendet also den Begriff Surm im Sinne von Lärm, Saus und Braus.
Er war ein Freund Vöcklabrucks und der Paixhanslia!
In der Paixhanslia gibt es sogar einen Surm-Orden.
Ein Surm ist daher (in paixhansliatischer Lesart) jemand, der bei den Zusammenkünften mit Humor, Witz und Geist, garniert mit leicht boshaften und sarkastischen Bemerkungen spontan auf Augenblicks-situationen reagiert, damit das Wortspiel in Schwung hält und dabei nie verletzend ist. Humor ist die Triebfeder des schlaraffischen Spiels.


  
  

VÖCKLABRUCK. Festliche und freudige Stimmung im Vereinslokal (Burg) der Schlaraffia Paixhanslia in Vöcklabruck. Anlass ist die 2000. schlaraffische Zusammenkunft (Sippung), die zugleich einen Zeitraum von 70 Jahren umspannt. Unter der Patronanz des Allschlaraffenrates Ritter Trotz-Dem aus dem hohen Reych Juvavia (Salzburg) begrüßt der Fungierende Rt Contra-Fey viele Schlaraffenfreunde in ihren bunten Rüstungen aus nah und fern. Überraschend, aber völlig verdient, erhielt Rt Emsig den Orden Für Nix und wieder Nix aus den Händen des ASR.

Die Festfolge war ein bunter Reigen: Geschichtlicher Rückblick, zahlreiche wertschätzende Grußbotschaften der Gastvereine (Reyche) und erlesene Musik vorgetragen von Schlaraffen auf Seufzerholz (Geige) und Clavicimbel (Klavier). Dazu viele humor-volle Fechsungen (Vorträge), die das ganze abrunden und diesem Fest die unverwechselbare schlaraffische Note voll Fröhlichkeit und Lebensfreude geben.

Fazit eines Teilnehmers nach viereinhalb Stunden Festsitzung: Die Schlaraffia ist schon etwas Einmaliges und durch nichts ersetzbar.

Die Bilder zeigen den beliebten Obmann der Paixhanslia (Rt Murxl) beim Festvortrag, das bunte Bild der Schlaraffenschar und der Thron der Paixhanslia mit Jubiläumstorte.

 

 

Originalbericht in der Vöcklabrucker Rundschau

 

Paixhanslia: Schwungrad der Lebensfreude

Wir haben  die Paixhanslia unter dem Titel "War Maximilian I der letzte Ritter in Vöcklabruck?" vorgestellt.

 

Heute wollen wir etwas mehr über uns erzählen.

Frohsinn und Humor waren in der Paixhanslia von Anfang an (seit 1855) das Schwungrad der Lebensfreude, die auch bedeutende Künstler anzog: Anton Bruckner und Franz Stelzhamer waren Ehrenmitglieder und der Schriftsteller Peter Rosegger (als Schlaraffe Ritter Heimgarten) war gerne zu Besuch da.

Seit 70 Jahren sind wir Schlaraffen, die es schon sein 1859 gibt. Rund 10.000 sind es derzeit weltweit, ihre Sprache ist überall deutsch. 

Die schlaraffische Welt ist die Kunst in ihrer bereichernden Vielfalt, der Humor in seiner entspannenden Heiterkeit und die Freundschaft, die alles zusammenhält. Und das alles als Ausgleich zum grauen Alltag – absolut politikfrei.

Unser Vereinslokal nennen wir Burg. Ein eindrucksvoller, ca 400 Jahre alter  Gewölbekeller am Stadtplatz, der das Ambiente einer mittelalterlichen Burg ausstrahlt. In der Mitte steht erhaben der Thron, der Sitz unserer 3 Oberschlaraffen, die hoheitsvoll mit spielerischem Ernst regieren. Die Wände zieren Ritterwappen und Gemälde, die Ritter und ihr Gefolge beim Einzug in Vöcklabruck zeigen. Und unser „Markenzeichen“ ein präparierter Uhu - offiziell: „Der symbolisch-humorvolle Inbegriff aller schlaraffischen Tugend  und Weisheit“ - überschaut alles von seinem Ehrenplatz aus.

Dort leben wir das Schlaraffenland des Geistes und des Herzens nach einem „Ceremoniale“, welches - wenn auch humorvoll - ritterlichem Brauch entspricht.

 

In einer der nächsten Ausgabe wollen wir Ihnen erzählen, was und wer Sie erwartet, wenn sie an einer "Sippung" teilnehmen.

Übrigens: Wir sind auch im Internet: www.schlaraffia paixhanslia (Wo Uhu zu Hause ist) Schauen Sie mal rein (dort finden sie auch eine Kontaktadresse), es gibt sicher noch viel Interessantes über die Paixhanslia und ihrer Geschichte zu lesen.

 

War Maximilian der I. der letzte Ritter in Vöcklabruck?

 

Kaiser Maximilian I, an den in Vöcklabruck die beiden Wappentürme erinnern, trägt den Beinamen "Der letzte Ritter."
Aber wussten Sie, dass es in Vöcklabruck auch heute noch Ritter gibt?
Und dass die auch "reyten" ? - nämlich ihr Steckenpferd: Kunst, Freundschaft und Humor.
Unsere kleine aber fröhliche Gemeinschaft haben Vöcklabrucker Bürger bereits vor mehr als 160 Jahren gegründet und sie Paixhanslia genannt.
Und seit fast 70 Jahren gehören wir dem Weltbund Schlaraffia an.
Ein richtiges Zuhause für alle Männer, die Humor und gute Laune schätzen. Ganz besonders wenn Sie angehender Pensionist sind: Diese humorvolle Freizeitgestaltung ist Balsam für Ihre Lebensqualität.
Wir treffen uns von Oktober bis April jeden Montag.
Wenn Sie uns in unserem Vereinslokal, Stadtplatz 22, das wir als Ritter natürlich Burg nennen, besuchen wollen, dann rufen Sie uns bitte an.
Unsere "Burgpforte" steht Ihnen offen und ein herzlicher "Willkomm" ist Ihnen gewiss.
Wir freuen uns auf Sie.
Ihren Anruf nehmen sehr gerne entgegen:
Friedrich Grundner, Obmann, TelNr.: 067761230853 oder
Herbert Sturm, Schriftführer, TelNr.: 07672 29843 oder 06647369209

Kantzlerambt

Rt Emsig

Tegetthoffstraße 21

A-4840 Vöcklabruck

315.emsig@aon.at

07672-29843

0664-736 920 94

Sippungstag:

Montag Glock 8 d. A..

Atzung ab Glock 7 d. A.